Knoblauchanbau in Deutschland – Regionaler Knoblauchanbau

 

Jedes Jahr steigt das Interesse Knoblauch in Deutschland großflächig anzubauen. Für die Knoblauch-Produzenten ist nicht nur die Wirtschaftlichkeit von den Erträgen ein wichtiges Thema, sondern auch den heimischen Markt mit qualitativen und frischen Knoblauch anbieten und zu fördern, um somit von „untransparenten“ Importeuren unabhängiger machen zu können.

Aufgrund des großen Volumens dominiert China den europäischen Knoblauch-Markt, auch wenn spanischer Knoblauch in großen Mengen angeboten wird. Spanien, die Niederlande, Frankreich und Italien spielen auf dem deutschen Markt eine wichtige Rolle. Dennoch wird der Knoblauchanbau in Deutschland immer beliebter, und die Nachfragen nach lokalen Knoblauch-Erzeugnisse im Einzelhandel wird immer Größer. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für deutsche Knoblauch-Produkte. Je nach Sorte und der Bodenbeschaffenheit ist ein großflächiger Knoblauchanbau in Deutschland durchaus möglich.

 

Knoblauch ist wie die Zwiebel; Ein Liliengewächs

Knoblauch („Allium sativum“) gehört zur der botanischen Familie der Liliengewächse und ist eine äußerst alte Kulturpflanze. Die Knolle sitzt anders als bei den Zwiebeln im Erdreich verborgen und besteht aus bis zu 12 einzelnen „Zehen“( Je nach Sorte ). Die Pflanze wird bis zu ca. 100cm hoch und hat flache, breite grüne Blätter. 

Knoblauch ist definitiv gesund!

Wissenschaftlich bereits nachgewiesen ist der Verzehr von Knoblauch eine „gesunde Sache“. Sein Ursprung liegt in orientalischen Gebiete. Schon die Völker der Antike (Sumerer, Babylonier, Griechen, Römer) kannten ihn sowohl als Genuss- und Würzmittel, als auch als Arznei und Heilmittel. Knoblauch und Zwiebel waren das meist gegessene Gemüse von Ägypten und diente teilweise zur Entlohnung von getaner Arbeit!

Feinschmecker/innen schätzen nicht nur die eigentliche Zehe, sondern auch das frische, aromatische, Laub. Wichtigster Inhaltsstoff des Knoblauch ist das Allizin (ca. 0,3%), das beim Zerkleinern oder Pressen aus einer geruchlosen Vorstufe gebildet wird. Allizin zerfällt bei Vorhandensein von Wasser oder Luftsauerstoff zu diversen Schwefelhaltigen Verbindungen. Allizin hat eine sehr hohe antibiotische Wirksamkeit: die Wirkung von 1 mg Allizin soll der von 0,01 mg Penizillin entsprechen. 

Der Knoblauch verfügt über antibakterielle und antivirale Fähigkeiten und ist sehr gesundheitsfördernd.

Knoblauchpräparate ist ein wichtiger Bestandteil in den unterschiedlichen medizinischen Bereichen. Sie verbessern nachweislich das Blutbild und wirken Blutdrucksenkend und beugen diverse Krankheiten, Schlaganfall und Herzkrankheiten vor.

Knoblauchanbau leicht gemacht. Voraussetzung „guter Boden“

Der Knoblauch wächst besonders gut auf mittelschweren, durchlässigen Boden (lehmiger Sand bis sandiger Lehm) mit gutem Wasserspeichervermögen. Die pH-Werte sollten zwischen 6,8 und 7,2 liegen. Die besten Erträge werden auf fruchtbaren Böden und an ausreichend sonnigen Standorten erzielt. Knoblauch gilt als winterhart und beständig, doch beim sehr starken Frost, ab ca. -10 C, und ohne schützende Schneedecke können dies zu Ausfällen bei einigen Knoblauchsorten führen, besonders spanischen und französischen Sorten sind eingeschränkt für das deutsche bzw. mitteleuropäische Klima geeignet, da diese bei harten und kalten Wintertagen öfters zum absterben vom grünem Laub führt. 

Knoblauch wird im Herbst gepflanzt, je nach Lage zwischen Ende September bis Ende November. Das Pflanzgut sollte möglichst virusfrei und frei von Nematoden sein. Gepflanzt wird die einzelne Zehe. Grössere Zehen sind als Pflanzmaterial am besten dafür geeignet. Zuvor müssen die Knollen von Hand oder Spezialmaschinen aufgebrochen werden. Für einen optimalen Knoblauch-Anbau pro Hektar wird eine Pflanztiefe 5 bis 7 cm, in der Reihe 10 bis 12 cm Abstand empfohlen.  

 

 

 

 

Wichtig auf unkrautfreien Boden achten!

Einige Sorten von Knoblauch haben eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern, daher sollte der Knoblauch auf Böden ohne hohen Unkrautdruck stehen. Mechanische Unkrautbekämpfung mit Striegel-, Finger- und Sternhacke ist möglich, es sind auch Vor- und Nachauflaufherbizide zugelassen und werden gut vertragen. Im ökologischen Anbau muss auf diese verzichtet werden.

Knoblauch ist sehr robust!

Generell gilt Knoblauch als wenig bis kaum schädlings- und krankheitsanfällig. Das größte Problem ist der im Pflanzgut ( je nach Knoblauch-Sorte) bereits latent vorhandene Virusbefall. Diese führen zu Vergilbungen und Wuchsdepressionen und können einige Ertragseinbußen verursachen. Es sollte möglichst virusfreies Pflanzgut-Sorte verwendet werden.

Je nach Lage und Sorte, kann der Knoblauch ab Mitte Juli geerntet werden. Als Anzeichen für die Reife gilt das Trocknen und Absterben der Laubspitzen und die Verfärbung der oberen Blätter. Eine pünktliche Ernte ist wichtig, da bei zu später Ernte die Hüllblätter fleckig werden und von den Zehen gesprengt werden können. Offene Knollen können aus optischen Gründen nicht vermarktet werden. Der günstigste Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn das obere Drittel des Laubes abgestorben ist und sich die Zehen unter der Zwiebelhaut bereits deutlich abzeichnen.

Am besten wird maschinell unterfahren (Schwingsiebroder, Bärtschi, Broch) und mit Hand aufgesammelt. Bei gutem Wetter kann man den Knoblauch auch 1 bis 2 Tage auf dem Feld nachtrocknen lassen. Das Laub wird abgeschnitten und die Knollen in Vorkeimkisten 2 bis maximal 3 Lagen hoch geschichtet. Diese Kisten eignen sich wegen der guten Durchlüftung für das weitere Abtrocknen, das „Nachreifen“ und zur Langzeitlagerung. Bei feuchten Bedingungen, empfiehlt es sich, die Kisten zu überdachen, oder mit Luft nachzutrocknen (wie bei der Speisezwiebel üblich).

 

Welche Sorte soll am besten gesetzt werden?!

Viele regionale Herkünfte von Knoblauch-Erzeugnisse, sind im Sinne keine Sorten, sondern „Mutationen“ die durch einfache Auslese entstanden sind. Da der Knoblauch ein uralte Kulturpflanze ist, unterscheiden sich die Herkünfte der Sorten. Es gibt zahlreiche Sorten, aber nicht alle wachsen in Deutschland bzw. in einigen europäischen Länder, besonders gut. Je nach Witterung, Sonneneinwirkung und der Bodenbeschaffenheit muss eine ideale Knoblauch Sorte gewählt werden, da die meisten Knoblauch-Sorten bei Temperaturen ab -5 bis -10 °C beschädigt werden und dadurch einen guten Ertrag beeinträchtigen. 

 

Lukrativer Knoblauch-Anbau mit der Sorte "Ljubascha" 

Seit einigen Jahren haben wir in den unterschiedlichsten Regionen in Deutschland und Europa die Knoblauch Sorte „Ljubascha“ gesetzt. Unsere Sorte unterscheidet sich von anderen Sorten, da „Ljubscha“ besonders winterhart und resistent gegen Viren und anderen Krankheiten ist. "Ljubascha" übersteht harte Wintertage bis ca. -22°C für mehrere Wochen, und das ohne Ernteverlust. Daher ist Ljubascha für das mitteleuropäische Klima besonders gut geeignet.

Zudem ist Ljubascha von den Erträgen her sehr wirtschaftlich und hat im Vergleich zu anderen Knoblauch-Sorten eine lukrativere Ernte auszuweisen. Der Pflanzgutbedarf bei pro Hektar beträgt bei Ljubascha ca. 1600kg. Bei der Ernte kann man ca. 220 000 Knoblauch-Pflanzen erzielen, der durchschnittliche Zehengewicht bei der Sorte Ljubascha beträgt ca. 7,5g, teilweise sogar mehr. Die Kilogramm-Erträge entsprechen ca. 8 bis 12 Tonnen pro Hektar. ( Vorausgesetzt bei einem optimalen Klima )  

 

Erzeuger der Sorte Ljubascha - Ivan Zakharenko,

Erzeuger der Sorte Ljubascha - Ivan Zakharenko,

Aufgrund dieser vielen positiven Eigenschaften, ist die Sorte Ljubascha eine ideale Entscheidung für einen ertragreichen Knoblauch Anbau in Deutschland. Die Sorte wurde auch positiv einer biochemischen Vergleichsanalyse unterzogen und ist im europäischen Sortenamt gelistet und registriert. 

Die Sorte Ljubascha ist für Ihre große Knolle und Zehen bekannt. Der Wuchs ist sehr kräftig, was sich auf den intensiven und aromatischen Geschmack auswirkt. Wenn Sie sich für den Anbau von der Sorte Ljubascha interessieren, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzten, wir werden Ihnen alle notwendigen Informationen, gern auch in einem persönlichen Gespräch, für einen lukrativen Knoblauch-Anbau in Deutschland zukommen lassen. 

Lernen Sie die Sorte Ljubascha kennen und lassen Sie sich, nicht nur bei der lukrativen Ernte, sondern auch vom fein-würzigen-kräftigen Geschmack her überzeugen!

Link Registratur vom Europäischen Sortenamt

Sollten Sie sich für den Erwerb von unserem Knoblauch interessieren oder weitere Informationen benötigen, nutzen Sie das unterstehende Kontaktformular für Ihre Anfrage und wir werden uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzten um alle Fragen zu beantworten.

 

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